Selbstbestimmtes Einkaufen im Altenheim – Ideen und Lösungen

Selbstbestimmtheit ist ein maßgeblicher Faktor für eine hohe Lebensqualität im Alter. Eine interessante Möglichkeit, wie Pflegeheime ihren Bewohner*innen wieder mehr Autonomie zurückgeben können, ist das selbstbestimmte Einkaufen. Digitale Lösungen bieten hier ein großes Potential.

Selbstbestimmtes Einkaufen im Pflegeheim – Warum ist das wichtig?

Was tun, wenn man als Bewohnerin oder Bewohner eines Altenheims einige Produkte des täglichen Bedarfs benötigt, aber die Einrichtung nicht mehr verlassen kann oder auf Hilfe beim Einkaufen angewiesen ist? In den meisten Pflegeheimen kümmern sich dann entweder die Angehörigen, die Pflegekräfte oder ehrenamtliche Helfer*innen um die Besorgungen.

Immer jemanden darum bitten zu müssen, persönliche Dinge für sie einzukaufen, führt bei vielen alten und pflegebedürftigen Menschen jedoch zu Frustration. Sie verlieren dadurch an Selbstbestimmheit und Lebensqualität. Gleichzeitig wollen viele ihren Verwandten oder den Pflegenden nicht zusätzlich zur Last fallen.

Ein zentraler Part einer hohen Lebensqualität im Alter ist es, sich seine individuellen Wünsche und Bedürfnisse erfüllen zu können. Dazu gehört das selbstbestimmte Einkaufen: Bewohner*innen in Altenheimen möchten selbst entscheiden, welche Produkte sie zu welcher Zeit erwerben. Um ihnen wieder mehr Autonomie zurückzugeben und Pflegekräfte sowie Angehörige zu entlasten, müssen deshalb Möglichkeiten des selbstbestimmten Einkaufens in Altenheime integriert werden.

Lösungen für selbstbestimmtes Einkaufen in Senioreneinrichtungen

Einige Pflegeheime bekommen Unterstützung von Ehrenamtlichen, die die Senior*innen beim Einkaufen unterstützen. Für ältere Menschen, die noch mobil sind, sind beispielsweise Fahrdienste zu Geschäften eine gute Option. Darüber hinaus gibt es spannende Lösungen, die es auch pflegebedürftigen und mobilitätseingeschränkten Menschen in Altenheimen ermöglichen, wieder selbstbestimmt einzukaufen:

Kiosk in der Pflegeeinrichtung

Es kann für Heimbewohner*innen sehr befreiend sein, sich in einem Kiosk innerhalb der Pflegeeinrichtung selbst mit Dingen des persönlichen Bedarfs ausstatten zu können – ob Körperpflegeprodukte, Zeitschriften oder auch einfach mal ein Schokoriegel, wenn man Lust darauf hat. Auch Pralinen oder andere kleine Geschenke für Angehörige können hier erworben werden. So wird den alten Menschen die Freude zurückgegeben, ihre Lieben mit einer Kleinigkeit zu überraschen. Darüber hinaus können sie beim Kiosk-Einkauf zusätzliche soziale Kontakte mit anderen Bewohner*innen und dem Verkaufspersonal pflegen.

Rollender Kioskwagen

Ein Kioskwagen ist die ideale Lösung für Seniorenheime, die keine Räumlichkeiten für einen hausinternen stationärem Laden bereitstellen können. Ein weiterer Vorteil ist, dass der „rollende Kiosk“ zu den Bewohner*innen kommt und nicht umgekehrt. Dadurch werden auch immobile oder bewegungseingeschränkte Menschen integriert, die einen hausinternen stationären Laden nicht eigenständig besuchen könnten.

Lieferservice

Eine weitere Möglichkeit des selbstbestimmten Einkaufens sind Lieferdienste, über die sich die Heimbewohner*innen die gewünschten Produkte selbst aussuchen und direkt in die Pflegeeinrichtung liefern lassen können. Das Auswählen der Waren kann dabei entweder digital oder ganz klassisch über einen gedruckten Katalog erfolgen. Moderne digitale Lieferdienste wie „Emma“ bieten hier eine Gesamtlösung für Altenheime, mit der alle Bewohner*innen mit Artikeln des täglichen Bedarfs versorgt werden. Gleichzeitig werden die Angehörigen sowie das Personal in Pflege und Verwaltung entlastet.

Smarte Verwaltung dank digitaler Abwicklung

Das Betreiben eines internen Ladens oder Kioskwagens ist mit einem administrativen Mehraufwand verbunden: Die Bestände müssen regelmäßig überprüft und fehlende Waren nachbestellt werden. Diese zusätzliche Arbeitsbelastung für das Personal lässt sich jedoch durch smarte digitale Lösungen vermeiden.

So registriert beispielsweise die Emma-App automatisch, welche Produkte vom Kioskwagen gekauft werden und ordert diese in der richtigen Anzahl automatisch nach. Darüber hinaus ist in der Applikation ein Konto für jede Bewohnerin und jeden Bewohner hinterlegt. Sobald eine Person ihren Einkauf getätigt hat, wird dieser ihrem Benutzerkonto zugeordnet und der fällige Betrag wird automatisch vom jeweiligen Taschengeldkonto abgebucht. Durch das bargeldlose Bezahlen und die automatisierte Nachbestellung von Waren reduziert sich der Verwaltungsaufwand für das Pflegeheim enorm.

Auch der Emma-Lieferdienst hat zum Ziel, die Mitarbeitenden der Pflegeeinrichtung auf allen Ebenen zu entlasten – vom Pflegepersonal bis zur Verwaltung. Durch die smarte digitale Abwicklung vermeiden die Nutzer*innen des Services jeglichen „Papierkram“, kleinteilige Abrechnungen mit Bargeld und Kassendifferenzen. Die Bestellungen werden stattdessen direkt nach den jeweiligen Bewohner*innen aufgeschlüsselt und mit Einzelrechnungen ausgewiesen. Für die Bezahlung gibt es individuelle Optionen. Am einfachsten ist dabei der direkte SEPA-Einzug über die persönlichen Taschengeldkonten der Bewohner*innen.

Fazit

Moderne Einkaufs-Services in Altenheimen bringen eine ganze Reihe an Vorteilen: Dank der Möglichkeit des selbstbestimmten Einkaufens gewinnen die Senior*innen wieder mehr Autonomie und Lebensqualität. Für die Pflegeeinrichtung bedeutet dies Entlastung auf allen Ebenen: Von der Heimleitung über die Verwaltung, die Pflegedienstleitung und das Pflegepersonal bis hin zu den Angehörigen. Gleichzeitig wirken sich innovative, digitale Tools positiv auf die Außenwahrnehmung des Pflegeheims aus. Das macht es nicht nur attraktiv für neue Bewohner*innen, sondern auch für qualifizierte Fachkräfte.